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Amo vitam tamen quare sum tristis



Als der Mond und die Sonne sich das erste Mal in den Tiefen des Alls begegneten, fühlten sie sich unwiderstehlich zueinander hingezogen. Die Erde jedoch, die unaufhaltsam ihre Kreise um die Sonne zog, war schneller, schnappte sich den Mond und ließ ihn nicht wieder gehen. Der Mond war nun an die Erde gefesselt und konnte nur von ferne das Antlitz der Sonne schauen. Er sehnte sich schmerzlich nach dem Lächeln und dem Licht der Sonne, denn es ließ ihn am dunklen Nachthimmel wie einen Stern erstrahlen und wärmte ihn. Ungeduldig blickte er deshalb Tag für Tag, Nacht für Nacht der Feuerkugel entgegen und wenn er ihre Wärme spürte, fühlte er sich ihr nah. Als die Erde dies bemerkte, stellte sie sich erbost zwischen die beiden. Nun konnten die Strahlen der Sonne ihn nicht mehr liebkosen und er mußte in der Finsternis ausharren. Da fror der Mond und weinte bittere Tränen. Die Tränen fielen auf die Erde und dort wo sie hinfielen verbreiteten sie Sehnsucht unter den Menschen. Und jedesmal wenn du den Mond auf seiner Bahn um die Erde beobachtest, kannst du spüren, wie die Sehnsucht auch dich erfaßt.

Elfe

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Verfasst am 09.07.2006 16:28:01 Uhr
Der Ausflug nach Bernau und darüber hinaus
Eigentlich war ich nicht das erste Mal in Bernau. Ich kann mich dunkel entsinnen, in der 2. (?) Klasse, jedenfalls in der Unterstufe, von der Schule aus im Hungerturm und im Henkerhaus gewesen zu sein. Da ich aber nur ganz wenige und verschwommene Erinnerungen daran besitze, kann mich das nicht so sehr beeindruckt haben. Danach war ich mit 17-19 Jahren öfters in Bernau, weil mein damaliger Freund dort wohnte. Allerdings habe ich es damals mehr nachts kennengelernt und dann hauptsächlich die Jugendklubs. Jetzt steige ich immer in Bernau um, wenn ich an die Ostsee fahre, aber dabei sehe ich natürlich nur den Bahnhof. Da mich diese altertümlich anmutende, mittelalterliche Atmosphäre schon immer fasziniert hat, wie stets und überall, wollte ich einmal ganz genau wissen, was es dort zu entdecken gibt. Irgendwie üben alten Befestigungsanlagen immer eine starke Wirkung auf mich aus, wenn man seine Hand auf so eine alte Felssteinmauer legt, meint man die Stimmen aus Jahrhunderten vernehmen. Und das Durchstreifen der Altstadt hat mich wirklich begeistert. Ein ganz entzückendes kleines Städtchen, wo man in jedem Winkel der Geschichte begegnen kann, mal ganz abgesehen davon, dass es überall so romantische Ecken gibt. Wenn zwischendurch nicht die ins Stadtbild eingepassten Neubauten, die im Gegensatz zu den alten, wunderschönen Laternen mit den manchmal schiefen Köpfen die hochmodernen kugeligen wären, und natürlich die Autos, die aber im Gegensatz zu Berlin erholsam wenige sind, könnte man sich in eine andere Zeit versetzt fühlen. In Bernau sind große Teile der Stadtmauer einschließlich des Stadttores (Steintor), des Hunger- und Pulverturmes erhalten. Mit dieser Stadtmauer haben die Bewohner von Bernau schon 1432 den Hussiten getrotzt, welche die Stadt belagerten und unverrichteter Dinge wieder abzogen. Aus diesem Grund wird auch heute noch das alljährliche Hussitenfest gefeiert. Mehr zur Geschichte und zum Fest findet sich hier: http://www.hussitenfest.de/historie2.htm und hier noch ein Link mit alten Bildern zum Steintor und zum Hungerturm: http://www.heimatvereinbernau.de/altbernau/steintor.htm.

Und etwas seltsames passierte. Ich hatte an der Stelle (einer Kreuzung), wo man genau zwischen Kirche und Befestigungsturm steht, ein Deja-vu-Erlebnis. Und zwar ein ziemlich heftiges, jedenfalls so, dass ich wie vom Blitz getroffen an dieser Stelle stehen blieb und wohl etwas desorientiert immer von der Kirche auf der linken Seite zum Turm rechts von mir blickte, bis ich mich wieder gefangen hatte. Nun war ich an dieser Stelle vorher an dem Tag schon einmal gewesen, hatte aber in eine andere Richtung geschaut und dabei war mir überhaupt nichts aufgefallen. Doch jetzt, mit dieser anderen Blickrichtung, war es haargenau so, als hätte ich in einem Traum schon einmal dort gestanden. Vielleicht war es aber auch gar kein Traum, sondern die unbewußte Erinnerung an den Besuch mit der Schulklasse, falls wir eventuell an dieser Stelle gestanden haben, obwohl mich das in dieser Situation nicht so beeindruckt haben kann, zumal ich ja da mitten unter vielen Leuten gewesen sein muß. Deshalb glaube ich eher, dass es ein Traum war. Und noch etwas seltsames passierte - das Läuten der Kirchturmglocke der anderen, katholischen Kirche. An sich nichts seltsames, aber dieser Klang! Kann einem das Läuten einer Kirchturmglocke vertraut vorkommen? Dieses hier war es. Und zwar nicht nur vertraut, sondern es löste auch jede Menge seltsamer Gefühle bei mir aus. Es ist ein ganz anderer Klang, als ich ihn von den Kirchenglocken in Berlin gewohnt bin. Viel leiser, zarter, melodiös, aber irgendwie auch wie aus weiter Ferne. Wahrscheinlich klingen die Kirchenglocken in Berlin anders, damit sie den Lärm übertönen. Trotzdem fand ich es sehr kurios, dass mir der Klang der Glocken in Bernau zum einen so irritierend vertraut, aber dann wieder auf eine ganz eigene Weise fremdartig fern erschien.

Nach mehrmaligem Umrunden und Durchstreifen der Altstadt war ich zwar schon ziemlich geschafft, fühlte mich aber trotzdem noch fit genug, die 5,4 km bis zur nächsten Ortschaft zu laufen. Da diese Strecke genau der neu angelegte Radwanderweg Berlin-Usedom entlangführt, rechnete ich natürlich nicht mit irgendwelchen Orientierungsproblemen. Die ausgebaute Strecke war auch anfangs sehr gut markiert, nur leider, kurz vor dem Ziel, hörte diese neu ausgebaute Strecke auf und es waren nur noch alte "Wanderwege" zu finden, die zwar auch markiert sind, aber ziemlich zweifelhaft. Alles begann, als ich diese alte klapprige Eisenbahnbrücke durchquerte. Danach hatte ich die Wahl zwischen drei Wegen. Das Symbol für den Wanderweg befand sich nur auf dem Weg rechts von mir, weshalb ich diesen einschlug. Dann kam ewige Zeit gar nichts, an einer Kreuzung war das Zeichen jedoch wieder da. Auch auf dem Weg den ich nun folgte, war das Zeichen noch einmal angemalt, doch an der nächsten Kreuzung, wo sich drei Wege gabelten, war NICHTS mehr. Also lief ich erst den einen Weg hin und wieder zurück - nichts, den zweiten Weg ein Stück und wieder zurück - nichts, den dritten Weg ein Stückchen und zurück - nichts. Schließlich lief ich den Weg zurück, den ich gekommen war, weil ich dachte, dass ich vielleicht an Abzweigung nicht gesehen habe - Fehlanzeige! Zum Glück befand sich dort an der Stelle eine Gartenanlage und eine Frau mit ihrem Bewacher war gerade dabei in ihrem Garten Rasen zu mähen. Als ich sie fragen wollte, hörte sie mich erst nicht, sondern der Bewacher, ein riesiger schwarzer Hund bemerkte mich eher als sie und kläffte mich an. Er kläffte die ganze Zeit, so dass die Frau ihm schließlich das Maul zuhalten musste, damit wir unser eigenes Wort verstanden. Sie schickte mich genau den Weg wieder zurück, den ich gekommen war und meinte, ich hätte an der Brücke links abbiegen müssen, der Weg führe da dann durch den Wald, aber es sei ja noch nicht dunkel. In der Dunkelheit durch Wald bin ich schon öfters gelaufen, das stört mich nicht, aber es ärgerte mich, dass ich einen riesigen nutzlosen Umweg von bestimmt 3 km gemacht hatte. Und ich schwöre, an dem Weg linker Hand war kein einziges Wanderwegzeichen mehr zu finden. Allerdings ging der Weg nur noch zehn Minuten, bis ich am Zielort war, vielleicht hatte man sich die Markierung deshalb gespart. Wohlbehalten, bis auf ein paar schmerzhafte Blasen an den Füßen, bin ich ca. gegen 20 Uhr wieder zu Hause angelangt.




Ein Durchgang im inneren Stadttor



Die alte Stadtmauer - In diesem Haus stand eine 105 qm-Wohnung zum Vermieten frei, aber wenn man tagein, tagaus nur auf diese Mauer starrt, stelle ich mir das auch nicht mehr so romantisch vor.






Das Steintor (Stadttor)



Hier mit daneben befindlichem Hungerturm















Die kleine Kapelle auf dem Friedhof, der genau zwischen den Stadtwällen liegt, auf denen man spazierengehen kann



Während ich auf der einen Seite die Stadtmauer fotografierte, hat sich doch hinter meinem Rücken eine ganze Entenfamilie in das Wasser der Gräben zwischen den Stadtwällen geschlichen






Die Stadtmauer von außen



Gesichter am Steintor



Eine Ausguckplattform an der Mauer



Das Henkerhaus



Das sowjetische Ehrenmal






Dies ist die Stelle, wo ich das Deja-Vu hatte









Der Rest einer Pumpenanlage im Inneren der Stadt



Die Kirche mit diesem wahnsinnig schönen Läuten



Ein alter Postbriefkasten



Die klapprige Eisenbahnunterführung an deren Ende ich den falschen Weg einschlug
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Verfasst am 17.07.2005 13:34:28 Uhr
Den Freitagnachmittag....
......habe ich genutzt, um zu schauen, ob mein geliebter, verwilderter Mont Klamott noch steht. Er steht noch. Mit einfach mal schnell in der Mittagspause dorthin ist ja nun nichts mehr. Ich habe mich dort auf eine Bank gesetzt und gelesen bis sich am Himmel über Berlin die Unwetterwolken zusammenbrauten und man das erste Donnergrollen hörte. Und fotografiert habe ich jede Menge. Eigentlich hatte ich überlegt, ob ich zum Gewitter auf dem "Berg" bleibe, denn das ist bestimmt ein tolles Schauspiel von da oben. Aber ganz so mutig bin ich dann doch nicht und habe es glücklicherweise sein gelassen.






























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Verfasst am 20.06.2005 00:20:53 Uhr
Die Wanderung
Die Wanderung heute war fast perfekt. Zwar nicht sehr ausgedehnt, ca. 6-7 km geschätzt, aber sehr gemütlich und schön - oder wie es M. ausdrückte: wir hatten alles mit dabei. Felder, Wiesen, Wald, Himmel, Wolken Sonne, Wind, Sumpf, Wasser und zum Abschluß ein kühles Bier, bzw. eine Cola vor der Heimfahrt im Biergarten am Bahnhof. Außerdem war er auch sehr positiv überrascht und erleichtert, dass ich heute so ein gemäßigtes Tempo vorgelegt habe. Er meinte, heute war das Tempo genau richtig. Liegt wohl daran, dass ich zur Zeit nicht unbedingt sehr energiegeladen bin und deshalb auch selbst keine Lust dazu habe, Kilometermärsche im Eiltempo zurückzulegen. Teilweise glich die Wanderung mehr einem Hindernislauf, denn wir durchquerten fast urwaldartige Wildnis, in der wir ständig über Baumstämme klettern oder unter tiefhängenden Ästen durchkrabbeln mußten. Ich habe die querliegenden Baumstämme nicht gezählt, aber sie schienen gar kein Ende zu nehmen. Da ich natürlich oft am Fotografieren war, blieb ich meist hinter M. zurück. Er wartete dann ein Stück weiter weg auf mich, doch da ich öfters auch den Weg fotografieren wollte, winkte ich mit der Hand und rief, dass er weitergehen soll. Er ist trotzdem ein paarmal mit auf dem Bild, aber machte mir später scherzhaft zum Vorwurf: "Ja, ja, der olle M. soll natürlich nicht mit auf das Bild. Is ja nur so ein langweiliger Mann in Shorts und T-Shirt." Dafür rächte er sich dann, indem er mich mit Gräserrispen bewarf.*gg*
Auch seine Methode der gerechten Entscheidungsteilung war diesmal ziemlich speziell. Wenn wir auf Kreuzungen trafen und überlegten, welchen Weg wir weiter nehmen, sagte er meistens zu mir, dass ich diesmal entscheiden soll. Doch wenn ich dann einen Weg wählte, schob er mich auf einen anderen und meinte "Ach, laß uns diesen Weg nehmen. Ich entführ dich jetzt einfach hier hin." Als ich dann irgendwann zu ihm sagte: "Toll, du sagst, dass ich entscheiden soll, und ziehst mich dann doch auf einen anderen Weg..." antwortet er: "Bei mir darf jeder seine Meinungen und seine Entscheidungen frei äußern. Ich höre sie mir gerne an." grinst mich an und schiebt hinterher: "Clever gemacht, hmmm?"*gg*
Na ja, jedenfalls haben wir eine ganze Menge gelacht und rumgealbert.

























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Verfasst am 30.03.2005 14:42:35 Uhr
Straßen



All die Straßen,
die ich lief
wohin führten sie,
als immer nur
direkt zu mir


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Verfasst am 02.03.2005 17:28:38 Uhr
Picasso's Schneemann

 

Ich kann mir nicht helfen, aber dieser Schneemann erinnert mich auf eigenartige Weise an ein Kunstwerk von Picasso, weshalb ich ihn unbedingt auf einem Foto festhalten mußte.

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